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Cahuita: schwarz oder weiss?

Cahuita: schwarz oder weiss?

Cahuita besticht durch seine beschauliche Lage an der Karibikküste von Costa Rica. Im Ort wohnen knapp 3000 Ticos, es gibt ein paar Unterkünfte, schön dekorierte Lokale, eine Bank, eine Post, zwei, drei kleine Supermarkets und ein paar Touranbieter. Und das Wichtigste: zwei Traumstände. Da stellt sich nur die Frage, ob man heute zum weissen oder zum schwarzen Strand gehen soll.

Playa Negra besticht durch den dunklen Sand.

Playa Negra besticht durch den dunklen Sand.

Ich bin auf der Durchreise von Pacuare nach Panama in einer etwas abgelegenen AirBnB-Unterkunft in Cahuita untergekommen. Ich geniesse es, wieder in der Zivilisation zu sein. Die zwei Wochen im Schildkrötenprojekt waren sehr, sehr basic, inklusive allem was kreucht und fleucht, wenig Schildkröten und viel Gartenarbeit. (Der Artikel dazu folgt bald.) Hier habe ich mein eigenes Zimmer, eine saubere Dusche (ohne dass man danach gleich wieder sandige Füsse hat) und ich kann essen und machen wann und was ich will! Ich habe gemerkt, dass ich ein freiheitsliebender Mensch bin. Während den vier Wochen Schule und auch im Projekt war ziemlich viel vorgeschrieben, was irgendwie nicht so meins ist!

 

Alexandra bietet in ihrem Haus drei Doppelzimmer an. Ihre Liebe zum Detail ist in den schön arrangierten Blumensträussen, dem wunderschönen Garten und den toll dekorierten Zimmern zu spüren.

Die Tage in Cahuita verbrachte ich mit relaxen – entweder am Strand oder in der Hängematte – und mit administrativem Zeugs. Wenn man so lange unterwegs ist, muss man halt auch Rechnungen zahlen, Kreditkarten aufladen und die täglichen Ausgaben erfassen. Aber so ein, zwei Tage ohne Programm sind wunderbar!

Auch das Boot von Luis von Mairena Cruz liegt im kleinen Hafen.

Parque Nacional Cahuita

Aber nur nichts tun, geht natürlich an so einem schönen Ort nicht! Das beliebteste Ausflugsziel in Cahuita ist der nahe gelegene Parque Nacional Cahuita, der ursprünglich für das vorgelagerte Korallenriff gegründet wurde. Erdbeben und unvorsichtige Touristen haben, wie an so vielen Orten, leider schon zu beträchtlichen Schäden beigetragen. Daher kann man auch nicht auf eigene Faust schnorcheln gehen. Der Eintritt in den Park ist von Cahuita aus grundsätzlich gratis. Das heisst, es wird um eine „freiwillige“ Spende gebeten, der man aber sehr gerne nachkommt, wenn man sieht wie das Geld zur Instandhaltung eingesetzt wird.

 

Um mein Budget zu schonen, habe ich keinen Tauch- sondern einen Schnorchel-/Wanderausflug gebucht. Luis von Tours Mairena Cruz fuhr mit zwei Kanadiern und mir aufs Meer hinaus. An zwei Orten sprangen wir ins Wasser und bestaunten die einzigartige Kulisse. Neben einem Stingray haben wir duzende Fischschwärme und einzelne Fische gesehen; kleine, grosse, farbige, gestreifte, gepunktete; alles war dabei. Es war das erste Mal, dass ich so richtig Schnorcheln war und ich war überrascht über die Vielfalt, die zu sehen war! Aber tauchen ist doch nochmals eine Stufe eindrücklicher!

Neben den vielen Fischen haben wir ganz kurz einen Rochen gesehen.

Die herzförmigen Blätter sehen zwar schön aus, aber da sie die Bäume „ersticken“ sind sie als Unkraut anzusehen.

Faultiere, Schlangen und Fledermäuse

Nach dem Schnorcheln fuhren wir zum Punta Cahuita, dem äusseren Zipfel der Halbinsel, wo wir in den Genuss von frischen Ananas und Mangos kamen. Die Früchte haben hier einen Geschmack, den man sich fast nicht vorstellen kann, wenn man nur die importieren Früchte kennt. Sehr lecker!! Von hier wäre es ein 3.5-Kilometer-Marsch zurück nach Cahuita. Da unser Guide offensichtlich nicht so gut zu Fuss ist, sind wir mit dem Boot ein Stück zurückgefahren und dann die letzten 1.5 Kilometer zurückgewandert. Der Weg, der durch den Nationalpark führt, ist sehr gut ausgebaut. Man könnte fast in Flip-Flops laufen.

Ein putziger Waschbär lief uns an verschiedenen Stellen über den Weg und wir sahen weitere in den Bäumen relaxen.

Ohne Luis wären wir wohl an den Faultieren, den Fledermäusen und Schlangen vorbeigelaufen ohne sie zu sehen. Einzig die Waschbären haben unseren Weg direkt gekreuzt und waren nicht zu übersehen. Die Affen haben sich rargemacht. Normalerweise gibt es hier sehr viele Kapuzineräffchen und Brüllaffen. Aber die habe ich ja schon im Pacuare-Projekt gesehen. Ich würde sagen, für einen Nationalparkbesuch lohnt es sich immer, einen einheimischen Guide zu buchen.

Die Faultiere machen ihrem Namen alle Ehre.

Ich bin auch hier absolut begeistert von den vielen verschiedenen Tieren. Zu Hause haben wir die einen oder anderen im Zoo. Hier sieht man sie in freier Wildbahn! Absolut phantastisch!! 

Chrige

Chrige

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