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Paracas und Huacachina: Sand, Sand, Sand

Paracas und Huacachina: Sand, Sand, Sand

Von Lima führte mich meine Reise mit dem Bus von Cruz del Sur nach Paracas. Ich hatte zum Glück von der Ortschaft selbst nicht viel erwartet und wurde so nur ein bisschen enttäuscht. Die Ortschaft hat neben dem Nationalreservat Paracas wirklich nicht viel zu bieten.

Nach den wundervollen Tagen in Lima und der super AirBnB-Unterkunft bei Milly und Mauro war das 10-Bett-Zimmer im Paracas Backpackers House ein ziemlicher Tiefschlag. Ein klappriges Bett (ich musste leider auf dem oberen Bett des Kajütenbetts schlafen), eine nicht wirklich saubere Dusche, in der es überhaupt keine Ablagefläche gab und schlechter WiFi-Empfang. … Ich bin ein bisschen verwöhnt mit den tollen Hotels auf Galapagos und dem AirBnB in Lima und ich merke, dass ich nicht der 10-Bett-Massenschlag-Typ bin. Ich habe gerne meinen Platz, um meinen Rucksack um- und auszuräumen und auch ein bisschen Privatsphäre. Aber wenn ich nicht schon vor Weihnachten nach Hause kommen möchte, muss ich zwischendurch in den sauren „Hostel-Dorm-Apfel“ beissen.

Isla Ballestas

Warum ich überhaupt nach Paracas gefahren bin? Das ist ganz einfach. Zum Nationalreservat gehören auch die Isla Ballestas, auch „Galapagos des kleinen Mannes“ genannt. Die wollte ich unbedingt sehen und hoffte, hier die Humbold-Pinguine, die ich auf Galapagos nicht gesehen habe, anzutreffen.

Morgens um 8.00 Uhr fuhren wir mit der vom Hostel organisierten Gruppe raus zu den Inseln. Unterwegs passiert man den dreizackigen Kandelaber, eine riesige Figur, die in einen Hügel geritzt wurde, die den Linien von Nazca ähneln. Er diente wahrscheinlich Seefahrern als Orientierungszeichen.

Kandelaber bei Paracas

Bei den Inseln angekommen, wird man von vielen verschiedenen Vögeln, wie Pelikanen, Möwen, Kormoranen und den Peru-Tölpeln begrüsst. Es ist ein faszinierendes Schauspiel wie sie in verschiedenen Formationen über den Himmel fliegen, zielsicher ins Wasser hinabstürzen um zu fischen und dann wieder aufsteigen. 

Zwischen all den Vögeln tummeln sich die Seehunde und auch sie begrüssen uns mit ihrem Gebrüll. Und da sind sie – die süssen kleinen Humboldt-Pinguine. Oh so herzig!!! 

Endlich sehe ich einen Humboldt-Pinguin

Mit dem Boot schipperten wir zwischen den Felsformationen durch und bestaunten die vielen Tiere. Es ist sehr ratsam einen Hut zu tragen oder die Kapuze der Jacke überzuziehen (oder beides; denn es war auch recht frisch). Die vielen Vögel verrichten ihr Geschäft zum Teil fliegend. 

Auf dem Rückweg sahen wir ein paar Delfine, die vor unserem Boot ganz kurz aufsprangen und dann in den Tiefen des Ozeans verschwanden. Der Ausflug hat sich definitiv gelohnt! 

Die Vögel haben auf dem Rückweg eine faszinierende Show geboten!

Quad fahren in der Wüste

Da ich zwei Nächte im Hostel gebucht habe, wollte ich unbedingt noch in die Wüste. Es waren gleich zwei Premieren: das erste Mal in der Wüste zu sein und das erste Mal Quad fahren. Die Wüste beeindruckte mich sehr. Die Weite, die Stille und das Farbenspiel; fast wie Unterwasser.

Mit meinem Guide – ich hatte das Glück alleine unterwegs zu sein – erkundeten wir die Wüste. Auf holprigen Wegen ging es rauf und runter. Anfänglich fuhr ich noch etwas zögerlich, aber ich habe dann schnell gemerkt, dass man schon ein bisschen mehr Gas geben darf! Unterwegs stoppten wir immer wieder um die wahnsinnige Aussicht zu geniessen!! 

Aussicht vom Strand in Paracas

Huacachina

Von Paracas ging es mit dem Bus weiter nach Ica und von da mit dem Taxi in die Oase Huacachina. Der kleine Ort ist von gebirgsartigen Sanddünen umgeben, die sanft in die Oase abfallen. So viel Sand; ich konnte es fast nicht glauben! Und das nur knapp 5 Kilometer von der nächsten Stadt entfernt.

Die Oase Huachachina

In Huacachina hatte ich Glück mit dem Hostel. Das Banana Adventures hat 4er-Zimmer, die sehr neu ausschauen und sehr sauber waren. Es gab sogar einen Pool und eine coole Bar.

Das Hostel Banana Adventures überzeugt nicht nur mit den schönen Zimmern!

Hier ging es dann auch gleich weiter mit den Aktivitäten, die ich das erste Mal machte. Sandboarding stand auf dem Programm. Mit dem Buggy ging es die steilen Sanddünen hoch und wie auf der Achterbahn auf der anderen Seite rasant wieder runter. Booaaah – Nervenkitzel pur. Aber das war noch gar nichts! 

 

Wir stoppten, packten unsere Boards, legten uns bäuchlings drauf und sausten den Abhang runter. Die ersten drei Dünen waren noch nicht so hoch. Was dann kam, nahm mir fast den Atem. Augen zu und durch.

Das Adrenalin floss und so war dann auch der anstrengende Teil – das wieder hochlaufen zum Buggy – fast ein „Spaziergang“. Das hat echt mega Spass gemacht!!! Das nächste Mal werde ich auch das richtige Boarden ausprobieren. 

Chrige

Chrige

2 Comments

  • Susanne

    Hoi Chrige
    Klingt ja wieder superspannend, eindrücklich, prägend. Manchmal werde ich fast ein wenig neidisch – möchte gerne mit dabei sein.
    Auch die Fotos sind super – werden immer besser. Achtung: Horizont entweder gerade aufnehmen oder später begradigen, falls Du dazu die Möglichkeit hast. Wie geht‘s eigentlich Deinem Laptop?
    Tipp: Bei Einheimischen übernachten. Kommt sicher günstiger und ermöglicht tiefere Einblicke.
    Wünsche weiterhin viel Spass und ‚häb Sorg‘.

    18. Oktober 2017 at 10:52
    • Chrige
      Chrige

      Merci Susanne! Der Laptop ist wieder trocken gelegt! 🙂 ich freue mich, dass ich dich mit meinen Bildern und Zeilen ein Stück auf meine Reise mitnehmen kann!

      23. Oktober 2017 at 22:37
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